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Wenn die Leber schwächelt…

Unsere heutige Lebensweise bringt unseren Organismus mit vielerlei Substanzen in Kontakt. Diese muss er verarbeiten, umwandeln und ausscheiden. Einen großen Anteil an dieser Arbeit hat unser „Chemielabor“ die Leber. Unspezifische Symptome wie Müdigkeit, Verdauungsstörungen, Juckreiz können ein Hinweis dafür sein, dass ihre Kräfte nachlassen und sie ihren Aufgaben nicht mehr gewachsen ist.

Die Leber ist die größte Drüse unseres Körpers und ein wichtiges Stoffwechselorgan. Sie befindet sich im rechten Oberbauch unter dem Zwerchfell. Die Aufgabe der Leber besteht darin, alle den Organismus schädigenden Stoffe ab zu filtern und der Ausscheidung zuzuführen. Aus diesem Grund wird die Leber auch als wichtigstes Entgiftungsorgan bezeichnet. Eine bedeutende Funktion übernimmt die Leber zudem als Organ, welches die verschiedensten Stoffe speichern kann und bei Bedarf wieder abgibt. Zu den weiteren Aufgaben der Leber gehören die Herstellung des Gallensaftes, die Umwandlung von Nahrungseiweiß in körpereigenes Protein (für den Aufbau der Körperzellen), die Speicherung und Abgabe von energiereichen Kohlenhydraten und Fetten sowie die Neutralisierung von giftigen Substanzen im Körper. Die Leber stellt Energie bereit, welche für die gesamte Physiologie des Körpers benötigt wird.

Darüber hinaus ist die Leber am Abbau der Erythrozyten beteiligt und kann organschädigende Stoffe wie Alkohol, in Medikamenten oder der Nahrung befindliche körperfremde Substanzen filtern. Einen großen Anteil besitzt die Leber zudem an der Intaktheit des körpereigenen Immunsystems.

Die Leber selbst ist schmerzunempfindlich, deshalb bleiben Lebererkrankungen oft lange unbemerkt. Die mangelnde Aufmerksamkeit für diese Erkrankungen hängt mit den oft unspezifischen Beschwerden zusammen. Leitsymptome wie Müdigkeit, Druckgefühl im Bauch, Blähungen und Verdauungsstörungen werden oft verkannt bzw. nach Ausschluss anderer organischer Ursachen bagatellisiert. Hinweise auf eine Leberdysfunktion geben nicht nur diagnostische Methoden wir Labor und Ultraschall, sondern auch eine genaue Anamnese und die Einbeziehung komplementärmedizinischer Methoden.

In jeder Hinsicht wohltuend für die Leber ist ein feuchtwarmer Wickel. Er regt die Durchblutung an und aktiviert ihren Stoffwechsel.  Ein Wickel sollte vorzugsweise am Abend angewendet werden, da er ein entspanntes Müdigkeitsgefühl erzeugt. Vor dem Schlafen gehen legt man einen feucht-warmen Waschlappen auf den oberen rechten Oberbauch unterhalb der Rippenbögen. Darüber ein trockenes Handtuch und zum Schluss eine Wärmflasche. Nach einer halben Stunde kann man alles entfernen und entspannt einschlafen. Bewährt haben sich auch verschiedene Heilpflanzen und das miteinbeziehen des Darms, so dass die Arbeitsgemeinschaft Leber – Darm besser aufgestellt ist.